»Ihr Vorteil: Unser Wissen«

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Mag. Daniela Graf

Mag. Christine Ruess

Mag. Miriam Mandl

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Neuregelung der Grunderwerbsteuer, Steuerreformgesetz 2015/2016

Die Änderungen zur Grunderwerbsteuer gelten für Erwerbsvorgänge ab dem 01.01.2016. Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Grunderwerbsteuer bildet wie bisher grundsätzlich der Wert der Gegenleistung (z.B. bei Kauf der Kaufpreis), mindestens jedoch der Grundstückswert.

In Zukunft werden Erwerbe in entgeltliche, teilentgeltliche und unentgeltliche Erwerbe gegliedert. Ein Erwerb gilt als unentgeltlich, wenn die Gegenleistung nicht mehr als 30%, teilentgeltlich, wenn die Gegen-leistung nicht mehr als 70% und entgeltlich, wenn die Gegenleistung mehr als 70% des Grundstückswertes beträgt.

Jedenfalls als unentgeltlich gelten ua. Erwerbe durch Erbanfall, Vermächtnis, sowie Erwerbe unter Lebenden im begünstigten Familienkreis gemäß § 26a Abs 1 Z 1 GGG.

Für unentgeltliche Erwerbe ist künftig folgender Stufentarif anzuwenden: Für die ersten € 250.000,-- werden 0,5% Steuer fällig, für die nächsten € 150.000,-- 2% und darüber hinaus 3,5%. Teilentgeltliche Erwerbe werden in einen entgeltlichen und unentgeltlichen Teil aufgespalten, wobei der unentgeltliche Teil nach dem Stufentarif und der entgeltliche Teil mit 3,5% zu versteuern ist.

Zur Ermittlung des Grundstückswertes einer Liegenschaft ist entweder der hochgerechnete dreifache Bodenwert sowie der Gebäudewert je gemäß Bewertungsgesetz, ein von einem geeigneten Immobilienpreisspiegel abgeleiteter Wert unter Berücksichtigung eines Abschlages oder ein Schätzgutachten eines allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Immobiliensachverständigen erforderlich.

Neu ist auch, dass Erwerbe innerhalb von fünf Jahren von derselben Person bzw. von einer wirtschaftlichen Einheit (z.B. Eltern) zusammenzurechnen sind und dadurch die niedrigen Steuersätze nach dem Stufentarif bei einer neuerlichen Schenkung innerhalb dieser Zeit meist schon verbraucht sind. Bei landwirtschaftlichen Übergaben im Familienkreis ist die Steuer der land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke wie bisher vom einfachen Einheitswert nach dem Stufentarif zu berechnen. Bei einem extra ausgewiesenen Einheitswert für das Wohnhaus, ist die Grunderwerbsteuer jedoch aufgrund der neuen Regelung vom Grundstückswert zu berechnen.